Obwohl keineswegs alle Senioren noch mit dam Rad unterweg sind oder mit der Rurtalbahn fahren, war das Thema doch auch für die Fußgänger und Autofahrer so interessant , daß sich Vorsitzender Wolfgang Gunia über eine „ volle Hütte“ mit 38 Teílnehmern freuen konnte.

Hartmut Dreßen von der Verkehrswacht Jülich informierte zunächst an Hand von Schilder über die Rechtslage von Radfahrern und Fußgängern . Wußten sie, dass das Zusatzschild „Radfahrer frei“ bedeutet, dass die Radfahrer dort fahren dürfen, aber nicht müssen. ? Dass Radfahrer beim Überqueren von Zebrastreifen absteigen müssen ? Dass Kinder bis 8 Jahren auf dem Bürgersteig fahren müssen?

Dreßen bedauerte, dass es noch keine Helmpflicht für Radfahrer gebe, denn, wie er mit Hilfe von zahlreichen Unfallmeldungen belegte, sind Helme bei Unfällen oft lebensrettend. Zur Überraschung vieler meinte Dreßen,dass das Fahren auf der Fahrbahn oft sicherer sei als auf getrennten Fußgänger/Radfahrwegen . Dabei spiele auch die höhere Geschwindigkeit von E-Bikes eine Rolle,,

An der lebhaften Diskussion beteiligten sich viele und nannten zahlreiche konkrete Probleme der Jülicher Radwege . Bemängelt wurde von vielen die oft unklare Markierung,die Seitenwechsel, das plötzliche Ende von Radwegen. Natürlich wurde die Römersraße, die Linnicher Straße , aber auch die Dürener Dtraße und die Große Rurstraße genannt. Aus Mangel an einem Radweg und wegen der für Fußgänger nicht zugelassenen Bürgersteige gehöre hier schon Mut dazu, mit dem Rad zu fahren. Auch das Vorbeifahren an parkenden Autos sei nicht immer ungefährlich. An die Adresse der Radfahrer gewandt wurde moniert, dass viele auch bei Dunkelheit ohne Licht unterwegs seien.

Im 2. Teil der Veranstaltung ging es vom Radweg auf die Schiene. Wegen zahlreicher Klagen von Nutzern der Rurtalbahn über die Probleme beim Ein-und Aussteigen hatte Joseph Krott sich mit Erfolg an die Geschäftsführung der Rurtalbahn gewandt . Der technische Geschäftsführer der Rurtalbahn Herbert Häner war persönlich gekommen. Die Probleme mit dem breiten Spalt zwischen Zug und Bahnsteigkante und dem Höhenunterschied zwischen Bahnsteig und Zug , der Fahrgästen mit Gepäck und vielen Senioren, Personen mit Kinderwagen usw. Probleme bereite, hätten technische Gründe. Die alten Wagen mussten nach 25 Jahren ausgemustert und neue mit mehr Komfort – u.a. mit Klimaanlage und Toilette- angeschafft werden.

Nachteil der neuen Modelle: Sie haben einen höheren Abstand zwischen Gleis und Ausstieg. Die Rurtalbahn habe das Modell mit dem geringsten Höhenunterschied gewählt und beim Bau des neuen Bahnsteiges An den Aspen wurde versucht, das Problem zu verringern, ganz sei es aber nicht zu beseitigen . Mit dieser Auskunft waren viele Teilnehmer aber nicht zufrieden und Peter Schmitz brachte es auf den Punkt: Dann verzichte die Rutalbahn auf eine wichtige Gruppe von Fahrgästen. – Häner wies darauf hin, dass es bei Problemen für einzelne Personen durchaus möglich sei, dass der Zugführer Hilfestellung leiste.

Eine gute Nachricht hatte er auch mitgebracht: Bis 2020 werde der Bahnsteig der Rurtalbahn in Düren benutzerfreundlich ausgebaut und auch mit Bänken versehen.