So viele Mitglieder und Gäste der Senioren Union wie seit langem nicht mehr drängten sich bei der Montagsrunde im Café Mainz-Weitz, nämlich 48. Auch viele Gäste waren gekommen, um ihren Bürgermeister zu hören und er enttäuschte sie nicht. Temperamentvoll , kompetent und engagiert zählte er auf, was sich alles in Jülich tut. Die zahlreichen Wohnungen, Miet- und Eigentumswohnungen , auch Sozialwohnungen mit einem Mietpreis für den kleinen Geldbeutel, werden dazu beitragen, dass Jülich wächst. Die großen Chancen für Jülich, die sich mit dem einzigartigen Gewerbegebiet auf der Merscher Höhe bieten, sind ein Glückfall.

„Jülich wird sich ändern“ und er rief die Jülicher auf, zu Veränderungen bereit zu sein. Vehe-ment sprach er sich für eine neue Stadthalle am Kuba aus, plädierte dafür, dass Maßnahmen getroffen werden dürfen, die Rurufer frei zu schneiden, damit man den Fluss auch wieder wahrnehmen und erleben kann. Er begrüßt im Interesse der Jülicher, dass die Stadtwerke auf dem Schlossplatz ein Info-Gebäude errichten werden mit Toilettenanlagen im Keller, mit Lift zu erreichen. Eine lebendiger Diskussion entspann sich über die Gestaltung des Schlossplatzes. Fuchs sieht den Zentralbereich des Schlossplatzes als “Eventfläche“ für immerhin 16 Veran-staltungen im Jahr. Er kann sich den Bereich mit einem einen festen Untergrund mit mobiler Bepflanzungen und als Hingucker und Erlebnisbereich mit Wasserspielen vorstellen.

Auch im Brückenkopfpark muss es Veränderungen geben. Den Vereinen soll mit einem besonderen Zelt ein Angebot gemacht werden als Ersatz für die Stadthalle.

Der Umzug des Archivs und des Museums in die alte Realschule geht nicht so zügig voran, wie von manchem gewünscht, weil Fragen der Feuchtigkeit, der Versicherung, des Brandschutzes sich teilweise recht schwierig gestalten. Für die Nachnutzung des teilweise frei wer-denden Kulturhauses muss noch ein Konzept entwickelt werden. Fuchs kann sich hier Bürgerforen, Kunstausstellungen, Lesungen vorstellen.

Die zahlreichen Fragen und Wünsche in der Diskussion deckten ein weiters Feld ab, da ging es um die Sinnhaftigkeit Kreisverkehrs in der Kölnstraße, der sich nach Meinung des Bürgermeisters bewährt hat und zudem eine Anordnung der Polizei erfüllt, da ging es um rücksichtsloses Parken und aggressives Verhalten von Verkehrsteilnehmern, um Wünsche nach mehr Parkplätzen, um die Qualität des Schulessens u.v.m. Eindringlich warb Fuchs dafür, dass die-Bürger einsehen müssten, dass sie nicht in einer „Vollkaskogesellschaft“ lebten, in der alle Wünsche erfüllt werden. Gerade beim Verhalten z.B. im Straßenverkehr, sieht er ein gesellschaftliches Problem, das von der Kommune nicht gelöst werden konnte.

Vorsitzender Wolfgang Gunia bestätigte unter starkem Beifall der Zuhörer, dass der Bürgermeister mit seinen Ausführungen den richtigen Ton gefunden habe und bei den Bürgern bestens ankam. Als Dankeschön überreichte er ein Buch über die Geschichte des Herzogtums Jülich.